
Arbeiten als Schweißer: Gehalt, Qualifikation und gefragte Schweißverfahren
Schweißer werden in zahlreichen Branchen gesucht. Doch Schweißer ist nicht gleich Schweißer: Zwischen einer einfachen MAG-Tätigkeit in der Serienfertigung und dem WIG-Schweißen anspruchsvoller Rohrleitungen liegen große Unterschiede bei Anforderungen, Qualifikation und Verdienst. Wer mehrere Verfahren beherrscht, technische Zeichnungen sicher lesen kann und passende Schweißerprüfungen mitbringt, verbessert seine Chancen auf attraktive Stellen deutlich.
Die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit zeigt Tausende offene Stellen für Schweißer. Gesucht wird nicht nur im klassischen Metallbau. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es unter anderem im Maschinen- und Anlagenbau, Stahlbau, Fahrzeugbau, Schienenfahrzeugbau, Rohrleitungsbau, Behälterbau, Schiffbau, in der Instandhaltung und bei zahlreichen industriellen Zulieferern. Wer einen neuen Schweißerjob sucht, sollte deshalb nicht nur auf die Berufsbezeichnung achten. Entscheidend ist, welche Verfahren Du beherrschst, mit welchen Werkstoffen Du Erfahrung hast und wie selbstständig Du arbeiten kannst.
Was verdient ein Schweißer?
Wie hoch das Schweißer-Gehalt ausfällt, hängt stark von der tatsächlichen Tätigkeit und der erforderlichen Qualifikation ab. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für fachlich ausgerichtete Tätigkeiten in der Schweiß- und Verbindungstechnik aktuell einen bundesweiten Median von rund 3.843 Euro brutto im Monat aus. Das untere Viertel liegt bei ungefähr 3.209 Euro, während das obere Viertel mehr als 4.607 Euro brutto monatlich verdient.
Der Median bedeutet allerdings nicht, dass jeder Schweißer automatisch knapp 3.850 Euro erhält. Die tatsächliche Vergütung hängt unter anderem ab von:
- Berufserfahrung,
- Schweißverfahren,
- Werkstoff,
- Branche,
- Region,
- Schichtmodell,
- Tarifbindung,
- Verantwortung am Arbeitsplatz,
- zusätzlichen Qualifikationen.
Auch die Stundenlöhne in aktuellen Stellenangeboten unterscheiden sich deutlich. Für MAG-Schweißer finden sich beispielsweise Angebote im Bereich von etwa 18 bis über 20 Euro pro Stunde. Bei bestimmten WIG-, Rohrleitungs- oder Anlagenbauarbeiten sind auch höhere Stundenlöhne möglich. Deshalb gilt: Je anspruchsvoller Verfahren, Werkstoff und Bauteil, desto wertvoller kann Deine Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt sein.
Welche Schweißverfahren sind besonders gefragt?
In Stellenanzeigen begegnen Dir häufig nicht nur Bezeichnungen wie MAG oder WIG, sondern auch die entsprechenden Verfahrensnummern.
MAG 135 und 136
MAG gehört zu den am häufigsten eingesetzten Verfahren in der industriellen Fertigung. Typische Einsatzgebiete sind Stahlbau, Maschinenbau, Fahrzeugbau, Metallverarbeitung und die Produktion von Schweißbaugruppen. Wer MAG sicher beherrscht, technische Zeichnungen lesen kann und Erfahrung mit unterschiedlichen Materialstärken mitbringt, findet deshalb eine große Auswahl an Stellen.
WIG 141
WIG wird häufig dort eingesetzt, wo besonders saubere und präzise Schweißnähte notwendig sind. Typische Bereiche sind:
- Edelstahl,
- Rohrleitungen,
- Behälter- und Apparatebau,
- dünnere Bleche,
- hochwertige technische Bauteile.
Besonders interessant wird die Qualifikation, wenn WIG mit Rohrschweißen, Edelstahl oder anspruchsvollen Schweißpositionen kombiniert wird.
MIG 131
MIG wird vor allem bei Nichteisenmetallen eingesetzt. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist Aluminium. Gerade Hersteller von Fahrzeugteilen, Behältern oder Aluminiumkonstruktionen suchen regelmäßig Mitarbeiter mit Erfahrung im MIG-Schweißen.
E-Hand 111
Das Elektroden-Handschweißen spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Es eignet sich unter anderem für Reparaturen, Montagearbeiten, Baustellen, Stahlkonstruktionen und Arbeiten im Außenbereich.
Was muss ein guter Schweißer wirklich können?
Ein Arbeitgeber sucht in der Regel niemanden, der lediglich eine Schweißnaht herstellen kann. Je anspruchsvoller die Position ist, desto wichtiger wird der gesamte Arbeitsprozess. Neben dem eigentlichen Schweißen gehören häufig folgende Aufgaben zum Beruf:
- Arbeiten nach technischen Zeichnungen,
- Lesen von Schweißsymbolen,
- Arbeiten nach WPS,
- Bauteile vorbereiten,
- Teile ausrichten und heften,
- Schweißparameter einstellen,
- Schweißnähte nachbearbeiten,
- Sichtkontrollen durchführen,
- Fehler erkennen,
- fehlerhafte Schweißnähte gegebenenfalls nacharbeiten.
Ein erfahrener Schweißer sollte deshalb technische Zeichnungen möglichst sicher lesen können und verstehen, wie nach einer WPS – Welding Procedure Specification beziehungsweise Schweißanweisung gearbeitet wird. Auch Qualitätsbewusstsein gehört zu den wichtigsten Anforderungen. Eine hohe Stückzahl hilft wenig, wenn Schweißnähte anschließend wegen Poren, Rissen, Einbrandfehlern oder Verzug beanstandet werden.

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Brauche ich eine gültige Schweißerprüfung?
Das hängt von der konkreten Stelle ab. Es gibt Tätigkeiten, bei denen vor allem praktische Erfahrung zählt und eine gültige Prüfung lediglich von Vorteil ist. Bei anspruchsvolleren Arbeiten verlangen Arbeitgeber dagegen häufig ausdrücklich eine gültige Schweißerprüfung nach DIN EN ISO 9606. Dabei ist wichtig: Es gibt nicht die eine Schweißerprüfung, die automatisch zum Schweißen sämtlicher Materialien und Bauteile berechtigt. Eine Prüfung bezieht sich immer auf einen bestimmten Geltungsbereich. Dazu gehören beispielsweise:
- Schweißverfahren,
- Werkstoff,
- Nahtart,
- Materialstärke,
- Rohr oder Blech,
- Schweißposition.
Für eine Bewerbung ist es deshalb wesentlich hilfreicher, die vorhandenen Prüfungen konkret anzugeben, statt lediglich „Schweißerpass vorhanden“ zu schreiben. Ein Arbeitgeber kann dann sofort erkennen, ob Deine Qualifikation zu seiner Produktion passt.
Muss ich eine Berufsausbildung haben?
Eine abgeschlossene metalltechnische Ausbildung ist bei vielen Arbeitgebern ein Vorteil. Typische berufliche Hintergründe sind beispielsweise:
- Konstruktionsmechaniker,
- Metallbauer,
- Anlagenmechaniker,
- Industriemechaniker,
- andere Berufe aus Metalltechnik und Maschinenbau.
Eine genau passende Ausbildung ist jedoch nicht bei jeder Schweißerstelle zwingend erforderlich. Viele Arbeitgeber berücksichtigen auch Bewerber, die fundierte praktische Erfahrung im Schweißen besitzen. Besonders bei produktionsnahen Tätigkeiten zählt häufig, ob Du das geforderte Verfahren tatsächlich beherrschst, technische Vorgaben verstehst und zuverlässig arbeiten kannst. Je spezialisierter die Stelle wird, desto konkreter werden allerdings meist die Anforderungen an Ausbildung, Erfahrung und gültige Prüfungen.
Wie wichtig ist Berufserfahrung?
Berufserfahrung ist besonders dann wertvoll, wenn sie zur konkreten Stelle passt. Zehn Jahre Schweißerfahrung bedeuten nicht automatisch, dass ein Arbeitnehmer jede Schweißaufgabe übernehmen kann. Wer beispielsweise viele Jahre MAG an großen Stahlkonstruktionen gearbeitet hat, bringt nicht automatisch dieselbe Erfahrung für dünnwandige Edelstahlrohre im WIG-Verfahren mit. Arbeitgeber interessiert deshalb vor allem:
1. Was hast Du tatsächlich geschweißt?
Relevant sind unter anderem:
- verwendete Verfahren,
- Werkstoffe,
- Materialstärken,
- Schweißpositionen,
- typische Bauteile,
- Branchen,
- Arbeiten nach Zeichnung,
- WPS,
- Qualitätsanforderungen.
Je genauer Du Deine Erfahrung beschreiben kannst, desto einfacher kann ein Arbeitgeber beurteilen, ob Du zur Stelle passt.
2. Muss ich mit einer Schweißprobe rechnen?
Ja, das ist durchaus üblich. Auch Bewerber mit gültigen Prüfungen können vor der Einstellung oder zu Beginn eines neuen Einsatzes aufgefordert werden, eine praktische Schweißprobe abzulegen. Damit überprüft das Unternehmen, ob Deine praktischen Fähigkeiten tatsächlich zu den Anforderungen der eigenen Produktion passen. Ein Zertifikat bestätigt eine Qualifikation innerhalb eines bestimmten Bereichs. Eine praktische Schweißprobe zeigt zusätzlich, wie sicher und sauber Du die konkrete Aufgabe ausführst.
3. Welche Spezialisierungen verbessern die Verdienstchancen?
Wer beruflich vorankommen möchte, sollte nicht ausschließlich darauf setzen, immer mehr Jahre dieselbe Tätigkeit auszuüben. Zusätzliche Kenntnisse können die Auswahl an Stellen deutlich vergrößern. Besonders interessant sind beispielsweise Kombinationen wie:
- MAG und WIG,
- WIG und Rohrschweißen,
- Edelstahl,
- Aluminium,
- Behälterbau,
- anspruchsvolle Schweißpositionen,
- technisches Zeichnungslesen,
- Arbeiten nach WPS.
Ein MAG-Schweißer, der zusätzlich WIG beherrscht, Edelstahl oder Aluminium verarbeiten kann und technische Zeichnungen sicher liest, kann sich auf deutlich mehr Stellen bewerben als jemand mit sehr eng begrenzter Erfahrung.
Weiterbildung für Schweißer
Auch innerhalb der Schweißtechnik gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Das Qualifizierungssystem reicht von praktischen Schweißerprüfungen über weitere Qualifikationen bis hin zu Tätigkeiten mit größerer technischer und organisatorischer Verantwortung. Mögliche Weiterbildungen sind beispielsweise:
- Internationaler Schweißer,
- Schweißpraktiker,
- Schweißfachmann,
- Schweißtechniker,
- Schweißfachingenieur.
Damit kann sich der berufliche Schwerpunkt langfristig von der rein praktischen Schweißarbeit hin zu Planung, Überwachung, Qualitätssicherung oder Schweißaufsicht entwickeln. Wie stark sich ein höheres Qualifikationsniveau auswirken kann, zeigt auch der Entgeltatlas. Für Schweißfachingenieure liegt der Median deutlich über dem eines klassischen Produktionsschweißers. Dabei handelt es sich allerdings um ein anderes Tätigkeits- und Qualifikationsniveau und nicht um eine typische Weiterbildung, nach der automatisch jeder Schweißer ein entsprechendes Gehalt erhält.
Schweißer in Zeitarbeit: Wie funktioniert die Bezahlung?
Viele Stellen in Metallindustrie, Maschinenbau und Produktion werden über Arbeitnehmerüberlassung besetzt. Seit 2026 gilt das gemeinsame DGB/GVP-Tarifwerk. Seit dem 1. September 2026 liegt die allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit bei 15,33 Euro brutto pro Stunde. Je nach Entgeltgruppe gelten höhere tarifliche Stundenentgelte. Seit September 2026 liegen diese beispielsweise bei:
- EG 3: 17,11 €/h
- EG 4: 18,09 €/h
- EG 5: 20,27 €/h
- EG 6: 22,52 €/h
Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Schweißer automatisch in einer bestimmten Entgeltgruppe landet. Maßgeblich ist vor allem die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit und deren tarifliche Bewertung. Zusätzlich können beispielsweise hinzukommen:
- übertarifliche Zulagen,
- Schichtzuschläge,
- Nachtzuschläge,
- Branchenzuschläge,
- weitere betriebliche Zulagen.
Bei einer Stellenanzeige solltest Du deshalb immer prüfen, wie hoch der garantierte Grundlohn ist und aus welchen Bestandteilen sich die Gesamtvergütung zusammensetzt.
Was bedeuten Branchenzuschläge?
Schweißer arbeiten häufig in Branchen, für die besondere Branchenzuschlagstarifverträge relevant sein können. Dazu gehört beispielsweise die Metall- und Elektroindustrie. Die Zuschläge können sich mit zunehmender Einsatzdauer erhöhen. Wie hoch die tatsächliche Vergütung ausfällt, hängt allerdings davon ab, welcher Tarifvertrag für den konkreten Einsatz gilt. Deshalb sollte ein Stellenangebot möglichst transparent erkennen lassen, aus welchen Bestandteilen sich der angegebene Stundenlohn zusammensetzt.
Was gilt bei Equal Pay?
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz enthält grundsätzlich den Gedanken der Gleichstellung von Leiharbeitnehmern und vergleichbaren Beschäftigten des Einsatzbetriebs. Tarifvertragliche Regelungen können beim Arbeitsentgelt zunächst davon abweichen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Vergütungsniveau über Branchenzuschläge stufenweise an das Vergleichsentgelt herangeführt werden. Gerade bei einem langfristigen Einsatz lohnt es sich deshalb zu wissen, welcher Tarifvertrag gilt und welche Vergütungsstufen vorgesehen sind.
Zeitarbeit oder direkte Einstellung?
Beide Modelle können sinnvoll sein. Bei einer Direktvermittlung beziehungsweise direkten Einstellung schließt Du Deinen Arbeitsvertrag unmittelbar mit dem Unternehmen ab, in dem Du später arbeitest. Je nach Arbeitgeber können beispielsweise gelten:
- Haustarifvertrag,
- Sonderzahlungen,
- betriebliche Altersvorsorge,
- Prämien,
- weitere Benefits.
Bei Zeitarbeit ist dagegen der Personaldienstleister Dein Arbeitgeber und setzt Dich in einem Kundenunternehmen ein. Zeitarbeit kann interessant sein, wenn Du schnell einen neuen Arbeitsplatz suchst oder Zugang zu Unternehmen bekommen möchtest, die einen Teil ihres Personalbedarfs über Personaldienstleister decken. Wichtig ist deshalb nicht nur die Vertragsform. Vergleiche immer das gesamte Angebot: Grundlohn + Zulagen + Arbeitszeit + Schichtmodell + Arbeitsort + Urlaub + Zusatzleistungen.

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Wo werden Schweißer gesucht?
Schweißerjobs gibt es nicht nur in großen Industriestädten. Viele Maschinenbau-, Metall- und Produktionsunternehmen sitzen in kleineren und mittelgroßen Städten. Besonders in klassischen Industrieregionen gibt es regelmäßig Bedarf an:
- MAG-Schweißern,
- WIG-Schweißern,
- Konstruktionsmechanikern mit Schweißkenntnissen,
- Metallbauern,
- Schlossern mit Schweißerfahrung,
- Mitarbeitern für Schweißroboter.
Auch im Erzgebirge, Vogtland, in Sachsen und anderen industriell geprägten Regionen gibt es regelmäßig entsprechende Stellen.
Wo finde ich einen Job als Schweißer?
Bei der Jobsuche lohnt es sich, mehrere Wege gleichzeitig zu nutzen. Bei Starke Jobs findest Du regelmäßig aktuelle Stellenangebote für Schweißer in Metallverarbeitung, Maschinenbau, Anlagenbau und industrieller Produktion. Je nach Erfahrung kannst Du gezielt nach MAG-, WIG- oder MIG-Schweißerstellen sowie nach Jobs im Rohrleitungs-, Stahl- oder Anlagenbau suchen.
Besonders häufig suchen:
- Maschinen- und Anlagenbauer,
- Metallbaubetriebe,
- Stahlbauer,
- Fahrzeughersteller,
- Zulieferbetriebe,
- industrielle Produktionsunternehmen,
- Instandhaltungsunternehmen.
Eine weitere Möglichkeit sind Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen. Gerade in Metall, Maschinenbau und Produktion werden viele Stellen über Arbeitnehmerüberlassung besetzt. Ein Personaldienstleister kann gleichzeitig Kontakte zu mehreren Unternehmen in einer Region haben und prüfen, welcher Arbeitsplatz zu Deiner Erfahrung und Deinen Schweißerprüfungen passt. Suche außerdem nicht nur nach dem allgemeinen Begriff Schweißer. Je genauer Deine Suchbegriffe sind, desto passender werden häufig die Ergebnisse. Geeignete Suchbegriffe sind beispielsweise:
- MAG-Schweißer
- WIG-Schweißer
- MIG-Schweißer
- Rohrschweißer
- Aluminiumschweißer
- Konstruktionsmechaniker Schweißen
Schweißer Anlagenbau
Entscheidend ist nicht nur die Stellenbezeichnung. Prüfe immer, welches Verfahren, welcher Werkstoff und welche Erfahrung tatsächlich verlangt werden. Auch bei Starke Jobs findest Du regelmäßig Stellen in Schweißtechnik, Metallverarbeitung, Maschinen- und Anlagenbau und Produktion.
Worauf sollte ich bei einer Stellenanzeige achten?
Ein hoher Stundenlohn im Titel sagt noch nicht alles. Achte unter anderem auf:
- gefordertes Schweißverfahren,
- Werkstoff,
- notwendige Prüfungen,
- garantierten Grundlohn,
- Zuschläge,
- Schichtsystem,
- Wochenarbeitszeit,
- Arbeitsort,
- Vertragsart,
- mögliche Zusatzleistungen.
Besonders aufmerksam solltest Du bei Formulierungen wie „bis zu 25 Euro pro Stunde“ sein. Prüfe, welche Vergütung garantiert ist und unter welchen Bedingungen die maximale Summe erreicht wird. Die Differenz kann beispielsweise aus Nachtarbeit, Schichtzulagen, Branchenzuschlägen oder anderen Zusatzleistungen bestehen.
Arbeitsschutz beim Schweißen
Ein guter Schweißerjob besteht nicht nur aus einem attraktiven Stundenlohn. Schweißen bringt besondere Gefährdungen mit sich. Dazu gehören unter anderem:
- Schweißrauche,
- Gase,
- UV-Strahlung,
- Hitze,
- Funkenflug,
- elektrische Gefährdungen,
- Lärm.
Besonders wichtig sind geeignete technische Schutzmaßnahmen. Dazu gehört beispielsweise eine wirksame Absaugung möglichst nah an der Entstehungsstelle der Schweißrauche. Je nach Tätigkeit kommen zusätzliche organisatorische Maßnahmen und persönliche Schutzausrüstung hinzu. Ein seriöser Arbeitsplatz sollte deshalb nicht nur gut bezahlen, sondern auch technisch vernünftig ausgestattet sein.
Was gehört in die Bewerbung eines Schweißers?
Vermeide allgemeine Angaben wie: „Mehrjährige Erfahrung als Schweißer.“ Ein Arbeitgeber kann daraus kaum erkennen, ob Du für seine Stelle geeignet bist. Deutlich besser wäre beispielsweise: MAG 135 – Baustahl – Fertigung von Stahlkonstruktionen – Arbeiten nach technischer Zeichnung und WPS – gültige Prüfung nach DIN EN ISO 9606-1.
Nenne möglichst:
- Schweißverfahren,
- Werkstoffe,
- Erfahrung mit Rohr oder Blech,
- typische Materialstärken,
- Schweißpositionen,
- technische Zeichnungen,
- WPS,
- vorhandene Schweißerprüfungen,
- bisherige Branchen.
Wenn Du gültige Prüfbescheinigungen besitzt, solltest Du diese direkt der Bewerbung beilegen. Damit kann der Arbeitgeber schneller erkennen, ob Deine Qualifikation zum Arbeitsplatz passt.
Wie kann ich meine Chancen auf einen besseren Schweißerjob erhöhen?
Wer seine beruflichen Möglichkeiten verbessern möchte, hat mehrere Ansatzpunkte. Du kannst beispielsweise:
- ein zusätzliches Schweißverfahren lernen,
- eine abgelaufene Prüfung erneuern,
- Erfahrungen mit einem anderen Werkstoff sammeln,
- technisches Zeichnungslesen verbessern,
- Erfahrung im Rohr- oder Behälterbau sammeln,
- Deine Kenntnisse bei WPS und Qualitätskontrolle erweitern.
Besonders interessant ist die Kombination aus: praktischer Erfahrung + mehreren Verfahren + gültigen Prüfungen + Zeichnungslesen + selbstständigem Arbeiten. Genau diese Kombination macht einen erfahrenen Schweißer für viele Unternehmen besonders interessant.
Neuer Job als Schweißer gesucht?
Der Arbeitsmarkt bietet auch 2026 zahlreiche Möglichkeiten für qualifizierte Schweißer. Besonders gefragt sind Bewerber, die nicht nur ein Verfahren praktisch beherrschen, sondern selbstständig nach Zeichnungen und Schweißanweisungen arbeiten und die Qualität ihrer Arbeit beurteilen können.
Praxis, passende Schweißerprüfungen und zusätzliche Verfahren erweitern die Auswahl an Stellen und können auch beim Gehalt einen deutlichen Unterschied machen.
Bei Starke Jobs findest Du aktuelle Stellenangebote für Schweißer sowie weitere Jobs in Metall, Maschinen- und Anlagenbau und Produktion. Schau Dir die aktuellen Stellenangebote an und prüfe direkt, welche Qualifikation, welches Schweißverfahren und welche Erfahrung am jeweiligen Standort gesucht werden.


