Stürmische Zeiten in der Automobilindustrie – Chance für das Handwerk? - Starke Jobs
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Stürmische Zeiten in der Automobilindustrie – Chance für das Handwerk?

Stürmische Zeiten in der Automobilindustrie – Chance für das Handwerk?

 

Das Auf und Ab in der Automobilindustrie

 

Im ersten Quartal dieses Jahres gab es einen merklichen Einbruch in der Automobilindustrie sowie bei den Automobilzulieferbetrieben. Ganz deutlich zu spüren war es auch bei Unternehmen im Erzgebirge, welche zum VW und BMW beliefern. In Folge dessen ging nicht nur die Nachfrage nach neuem Personal zurück, sondern es kam auch zu Entlassungen von Mitarbeitern und Freisetzungen von Zeitarbeitskräften. Auch wir haben dies zu spüren bekommen, konnten aber glücklicherweise für die meisten unserer abgemeldeten Kollegen neue oder überbrückende Einsatzmöglichkeiten in regionalen Betrieben anderer Branchen finden.

 

War es nur eine kurze Krise? Oder war das nur das erste Anzeichen des großen Einbruchs in der Automobilindustrie? Steht uns die nächste Wirtschaftskrise bevor?

 

Fakt ist, aktuell haben wir bewegte Zeiten, für die Wirtschaft und speziell für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer. Angefangen beim Dieselskandal, über Handelsstreitigkeiten mit Russland, Spannungen zwischen den USA und China, der anstehende Brexit bis hin zur Umstellung auf Elektromobilität. Hinzu kommen vielen Herausforderungen in der Digitalisierung und Automatisierung, auch in der Arbeitswelt. Das alles sind außerordentliche Herausforderungen. deutschlandweit arbeiten ca. 850.000 Menschen in der Automobil- oder Automobilzuliefererindustrie. Knapp 95.000 davon in Sachsen. Auch im Erzgebirgskreis zählen diese Branchen neben dem Maschinenbau und der Elektronikfertigung zu den wichtigsten Arbeitgebern in der verarbeitenden  Industrie.

 

Inzwischen hat sich, zu mindestens hier bei uns im Erzgebirge, die Lage wieder etwas entspannt.

Mittlerweile zieht die Branche nach und nach wieder an. Es steigen die Anfragen nach Produktionsmitarbeitern. Alleine in unseren Filialen in Marienberg und Annaberg konnten wir seit Mai bereits 57 Mitarbeiter für Automobilzulieferindustrie neu einstellen. Und die Nachfrage ist seit dem wieder konstant steigend.

 

 

Welche alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten bietet mir der Erzgebirgskreis?

 

Handwerker sind gefragt wie nie zuvor. Den Handwerksbetrieben fehlt es nach wie vor an Personal. Egal ob Elektriker, Tischler, Schweißer, Metallbauer, Kfz-Mechaniker, Fleischer, Bäcker, Bauarbeiter aller Richtungen, Maler, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, – in nahezu jedem Handwerksbetrieb findet sich ein Stellenangebot. Kann doch mal eine offene Stelle besetzt werden, dann oftmals mit Quereinsteigern, Ungelernten oder Helfern.

 

Für einige unserer Mitarbeiter, die in der Automobilzuliefererbranche abgemeldet wurden, ist der Einsatz im Handwerk eine willkommene Alternative. Denn auch die Handwerksunternehmen bieten mittlerweile faire Löhne und davon profitieren natürlich auch die Zeitarbeiter mit ordentlichen Verdienstmöglichkeiten. Ein weitere wichtiger Punkt, den viele unserer Mitarbeiter positiv finden, sind die „normalen“ Arbeitszeiten der Handwerker. Oftmals nur in reiner Tagschicht oder höchstens mal 2 Schichten. Nachtschicht ist hier so gut wie nie ein Thema. Auch muss man als Arbeitnehmer im Handwerk, der nicht nur in der Werkstatt arbeitet, sondern auch vor Ort beim Kunden, heute nicht mehr durch ganz Deutschland reisen. Die Familie nur am Wochenende sehen? Diese Zeiten sind bei vielen Handwerkern schon lange vorbei! Der Großteil unserer Kunden zum Beispiel hat ausschließlich regionale Baustellen. Eine auswertige Übernachtung ist damit nicht notwendig. Auch extreme Auftragsschwankungen wie aktuell in der Industrie, sind im Handwerk noch nicht abzusehen. Die meisten Betriebe haben randvolle Auftragsbücher und müssen oftmals sogar Aufträge ablehnen oder verschieben.

 

Kommt jetzt also die goldene Zeit für Arbeitnehmer im Handwerk?

 

 

Wie es auch kommt. Wir bleiben dran und informieren euch bei Neuigkeiten und Veränderungen.

 

 

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