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Wie wir der Hektik des Alltags entfliehen

 In Gesundheit

Wie wir der Hektik des Alltags entfliehen

An einigen Tagen wären wir am liebsten gar nicht erst aufgestanden. Nichts scheint uns zu gelingen, so dass wir besonders viel Zeit in sämtliche Arbeiten investieren müssen. Gerade an der fehlt es uns aber, weil noch unzählige Aufgaben auf uns warten. Somit fühlen wir uns unter Druck gesetzt und reagieren genervt. Nicht nur, dass Familienangehörige und Kollegen uns in diesem Zustand überhaupt nicht leiden mögen. Dauerhafter Stress macht uns krank. Deswegen ist es wichtig, dass wir der Hektik des Alltags regelmäßig entfliehen. Aber wie?

Warum Stress dem Körper schadet

Befinden wir uns in Gefahr, schüttet der Organismus das Stresshormon Adrenalin aus. Es soll uns in Alarmbereitschaft versetzen. Unser Puls steigt an, die Atemfrequenz erhöht sich, wir sind hoch konzentriert. Das Adrenalin sorgt also dafür, dass wir innerhalb kürzester Zeit auf die Unannehmlichkeit reagieren können: Entweder greifen wir an oder wir fliehen.

Dasselbe passiert im Körper, wenn wir uns aufregen. Bis zu einem gewissen Grad gelingt es uns in einem derartig emotionalen Zustand tatsächlich, mehr Leistung zu erbringen. Steigt der Adrenalinspiegel aber zu hoch an oder hält die Hektik über eine längere Zeit an, reagiert der Organismus mit der zusätzlichen Ausschüttung von Cortisol. Dieses Hormon bewahrt uns davor, einen Gang nach unten zu schalten.

Das kann für unser Durchhaltevermögen eine Weile gut sein, doch irgendwann kommt es zu gesundheitlichen Schäden wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, zum hohen Blutdruck oder auch zu ständigen Erkältungen, weil das Immunsystem nicht mehr zuverlässig funktioniert. Selbst nachts sind wir nicht mehr in der Lage zu entspannen und uns zu regenerieren. Das macht uns zusätzlich stressanfällig. Ein Kreislauf schließt sich. Wenn wir ihn nicht durchbrechen, drohen schwere Krankheiten oder ein Burn-out.

Mini-Auszeiten in den Alltag einbauen


In der Hektik des Alltags fällt es uns kaum auf, dass wir mehrere Tätigkeiten gleichzeitig erledigen.
Den Kaffee schütten wir auf dem Weg zur Arbeit in uns hinein, das Pausenbrot verzehren wir vor dem PC, während wir die Zahlungseingänge buchen. Oder wir telefonieren während unserer gesetzlichen Mittagspause, natürlich dienstlich, damit wir keine Zeit verschwenden. Würden wir stattdessen den Kaffee in gemütlicher Runde mit den Kollegen einnehmen und in dieser Zeit ausschließlich über Privates reden, könnte unser Gehirn für eine Weile vom Stress abschalten.

Alternativ können wir ab und zu aus dem Fenster ins Grüne schauen, ein paar Mal tief durchatmen und dann weiterarbeiten. Oder wir verlegen unsere Arbeitszeiten nach Möglichkeit so, dass wir das Büro ein paar Minuten nur für uns haben. Dann können das morgendliche Anschalten des Lichts, das Starten des PCs, das Einschalten der Kaffeemaschine und das Sortieren der Wiedervorlagen zu einer Art Routine werden. Routinierte Arbeiten wickeln wir in kürzerer Zeit ab und zwar, ohne überhaupt in Stress und Hektik zu geraten.

In der Freizeit für Ausgleich sorgen

Wenn wir tagsüber stundenlang am PC sitzen, nehmen wir dabei immer dieselbe Haltung ein.
Das verkürzt bestimmte Muskelgruppen und überfordert andere.
Wir verspannen, leiden unter Kopfschmerzen und spüren es im Rücken oder im Nacken.
Dieses Unwohlsein lässt uns zusätzlich ungnädig werden, so dass wir uns manchmal selbst nicht ausstehen können.

Wir können vorsorgen, indem wir für körperlichen Ausgleich sorgen. Die beste Gelegenheit dafür ist ein Freizeitsport.
Bei der Auswahl achten wir auf unseren Gesundheitszustand sowie auf unsere individuellen Vorlieben.


Denn wenn wir uns unserer Freizeitbeschäftigung motiviert hingeben wollen, muss sie uns Spaß machen.
Sport muss nicht unbedingt mit Schnelligkeit und einem hohen Kraftaufwand verbunden sein.
Auch die seichten Sportarten haben es in sich, wenn wir sie richtig ausführen.

Yoga beispielsweise dehnt unsere Muskeln und lässt unsere Bewegungen geschmeidiger erscheinen.
Obendrein nehmen wir unseren Körper besser wahr und kontrollieren unsere Atmung.
Ebenso wie andere Entspannungstechniken hilft uns das kontrollierte Atmen in Stressphasen,
ruhig zu bleiben und unseren Blutdruck niedrig zu halten.

Prioritäten setzen

Im übrigen machen wir uns einen Teil unseres alltäglichen Stresses selbst.
Das liegt daran, dass wir meinen, über unsere Kommunikationsmittel ständig erreichbar sein zu müssen.
Wir möchten es allen recht machen und trauen uns nicht,
dem Chef, unseren Freunden und der Familie den einen oder anderen Gefallen auszuschlagen.
Obendrein stellen wir an uns selbst zu hohe Ansprüche und nehmen uns zu viel vor.

Erfüllen wir unser augenscheinliches Limit nicht, setzen wir uns noch höhere Ziele.
Dabei wäre es viel einfacher, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen und nur das in Angriff zu nehmen,
was in unserem Leben wirklich Priorität hat, zum Beispiel die Freunde aus der realen Welt zu besuchen
anstatt hunderte von Mails an unsere Internetbekanntschaften zu senden und Videos ins Netz zu stellen.
Damit wir von unseren wichtigen Aufgaben keine vergessen, verwenden wir Notizzettel, Kalender und Checklisten.

Wir erstellen uns einen Tages- beziehungsweise Wochenplan, von dem wir nur in Ausnahmefällen abweichen.
Zwischen den einzelnen Aktivitäten lassen wir ausreichend Zeit, um nicht in unnötige Hektik zu geraten.
Eventuelle Zugverspätungen oder Staus planen wir gleich mit ein. Selbstverständlich überlegen wir im voraus, an wen wir uns zu wenden haben,
falls wir den Termin absagen müssen und wie wir diese Person erreichen.
Vermerken wir Namen und Telefonnummer gleich hinter dem Termin,
entfällt das spätere umständliche Suchen und wir sparen Zeit.

Pflanzliche Mittel bevorzugen

Es braucht Zeit, bis wir uns an unseren neuen Lebensrhythmus angepasst haben.
So lange fallen wir gelegentlich in alte Denkmuster zurück und empfinden unseren Alltag weiterhin als hektisch.
Doch gegen Stress sind gleich mehrere Kräuter gewachsen, die uns beim Abschalten helfen.
Dazu zählen unter anderem Hopfen, Lavendel, Baldrian und Melisse.
Präparate aus diesen Heilkräutern erwerben wir in der Apotheke oder wir bauen die Kräuter in unserem Garten oder auf dem Balkon selbst an.

Letzteres ist eine entspannende Tätigkeit. Die Einnahme von pflanzlichen Beruhigungsmitteln
schadet unserem Körper im Gegensatz zu chemischen Alternativen nicht.
Sie macht auch nicht abhängig.

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